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"Just in time - keine Last mit Lasten... " GURA sorgt für Bewegung bei Autoteile Hess in Köln
Autoteile Hess in Köln ist ein Handels- und Distributionscenter für Autoersatzteile. Das Unternehmen erreicht mit 170 Mitarbeitern einen jährlichen Umsatz von 75 Mio. DM. In einer vieretagigen Regalanlage müssen mehr als 100.000 Ersatzteile gelagert, kommissioniert und an unterschiedlichen Versandbereichen bereitgestellt werden. Ca. 75 % aller Auslieferungen werden mit eigenen Fahrzeugen vorgenommen, 20 % werden direkt im Hause an Selbstabholer übergeben (Thekenverkauf). Ein weiterer geringer Teil wird über normale Versandwege abgewickelt. Als Distributionscenter für überwiegend freie Kfz-Werkstätten ohne eigenes Ersatzteillager ist die Bereitstellungsgeschwindigkeit von entscheidender Bedeutung.
Nachdem es bei Autoteile Hess zu Kapazitätsproblemen kam und eine Fusion mit einem Tochterunternehmen bevorstand, mußte in dieser Phase, unter Berücksichtigung von Synergie- und Kostenspareffekten, die Lagerkapazität erheblich erhöht werden. Dabei waren kurzfristige, zusätzliche Sortimentserweiterungen einzuplanen. Eine weitere Beschleunigung und Optimierung der Reaktionszeiten war Grundvoraussetzung, um den gestiegenen Kundenanforderungen Rechnung zu tragen.
Dies bedeutet: 95% der Produkte müssen "Just in time" angeliefert werden. - Von der Bestellung bis zur Bereitstellung des gewünschten Artikels an der Ladentheke dürfen maximal 15 Minuten vergehen. Die Anlieferung durch den eigenen Zustellservice innerhalb des Stadtgebietes Köln muß innerhalb von 1,5 Stunden erfolgen. -
GURA stand vor der Aufgabe, ein kundenspezifisches Logistikkonzept zu entwickeln. Die neue und alte Lagerhalle mit den entsprechenden Versandbereichen (bis zu 4 Etagen) mußten fördertechnisch so miteinander verbunden werden, um die genannten Anforderungen zu erfüllen. Dabei war sowohl ein preislicher Rahmen, als auch die Forderung nach einer störungsarmen und wartungsfreundlichen Technik, einzuhalten.
Im Einzelnen ergab sich das folgende Anforderungsprofil:
l. Jeder Versandbereich muß von jedem Lagerbereich aus zu erreichen sein.
2. Die Pick's erfolgen parallel an 9 verschiedenen Stellen. Die Kundenbestellungen werden zergliedert und sollen automatisch über Zielsteuerung an die betreffende Versandbereiche gefördert werden, wobei 10.000 Komissionierungen täglich zu erledigen sind.
3. Die Fördertechnik muß geeignet sein, die unterschiedlichsten Güter sicher über Weichen und Übergaben zu transportieren. Das Spektrum reicht von Papierdichtungen, die in Kunststoffbehältern befördert
werden, bis zu einzeln verpackten, schweren Stahlteilen, z.B. Antriebswellen, Bremsscheiben, Motorenteile. Besondere Anforderungen durch sensible und sicherheitsrelevante Teile (schonender Transport) sind zu berücksichtigen.
GURA hat die gestellten Anforderungen mit folgenden Maßnahmen erfüllt:
Der Transport geschieht über eine Gurtförderanlage, auf der die genannten Güter schonend und sicher gefördert werden. Auf die bis zu 40 m langen Gurtförderer kann auf der gesamten Streckenlänge aufgegeben werden. Ein großer Teil der Förderer ist in die Regalstatik integriert. Die Teile laufen zwischen ca. 100 mm hohen, durchgehenden glatten Seitenführungen und sind so gegen Herunterfallen und Verhaken gesichert. Steilgurtförderer mit Vorsätzbändern sichern die Höhenverbindungen zwischen den einzelnen Etagen.
Die Weichenfunktion wurde mit einem Gurtschwenkausschleuser in Verbindung mit einem Vereinzler sicher gelöst. Die Fördergüter werden vor der Aufgabe mittels eines Barcodeaufklebers einem Zielbereich zugeordnet und von Hand aufgegeben. Selbst extrem unwinklig aufgegebene Teile müssen von einem Barcodeleser sicher erkannt werden. Innerhalb des Regalbereichs kommen als Kurven ein "Angetriebener Rollteppich" zur Anwendung. In den Versandbereichen erfolgt die Abpufferung der ankommenden Teile über die entsprechenden Schwerkraftrollenbahnen.
Zeitersparnis, Verkürzung der Wege, eine deutlich erhöhte Umschlaggeschwindigkeit: Durch diese Logistiklösung aus dem Hause Guske & Rautenberg wurde eine Umsatzsteigerung von ca. 7 Mio. Euro erst möglich.
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